Leserbriefe

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+++Leserbrief+++

An die Rhein-Zeitung

Von Karl-Eugen Kaiser 22.03.2019

Ausweislich der Polizeilichen Kriminalstatistik, vorgestellt von Innenminister Lewentz, ging die Zahl der Morde im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz um die Hälfte zurück. „Alle diese Fälle wurden aufgeklärt“, so wird der Minister in einem Bericht  in der heutigen Ausgabe der RZ zitiert. Verwundert reibt sich der aufmerksame Leser die Augen, wenn er auf Seite 4 derselben Ausgabe die Überschrift liest „Der Mörder von Koblenz ist noch nicht gefaßt“. Der bedauernswerte Koblenzer wurde im Erfassungszeitraum der Statistik, heute vor einem Jahr, umgebracht! Wie kann das sein, wurden doch alle Fälle aufgeklärt?! Und –  Koblenz ist eine rheinland-pfälzischen Stadt! Sagt der Minister die Unwahrheit oder lügt die Statistik? Und – wieviel Vertrauen kann man Minister und Statistik angesichts des offen zutage liegenden Widerspruchs noch schenken? Und – warum fällt das für Jedermann Offensichtliche der Redaktion der RZ nicht auf? Interessant zu wissen wäre es, wie es um die Wahrhaftigkeit der weiteren statistischen Zahlen bestellt ist. Die Zweifel darüber jedenfalls sind gesät.

+++Leserbrief+++      11.9.2018
An die Rhein-Zeitung
Von Karl-Eugen Kaiser
Die derzeitige Situation in unserem Lande ist eine völlig absurde. Für die sogenannten „Hetzjagden“ durch Rechtsradikale gibt es bis zur Stunde nicht einen einzigen belastbaren Beweis. Der sächsische MP, der Generalstaatsanwalt, die Chemnitzer Presse und der oberste Verfassungsschützer, ohne Zweifel der Mann, der über die Vorkommnisse in Chemnitz am besten informiert ist, all diese Genannten bestätigen das. Und was tut unsere Kanzlerin und ihr Pressesprecher? Sie behaupten das Gegenteil! Es scheint sie dabei nicht zu interessieren, dass sie damit die Bürger einer Stadt, eines Bundeslandes, ja, unser ganzes Volk an den öffentlichen Pranger stellen. Das Ausland reibt sich verwundert die Augen und traut seinen Ohren nicht. In Deutschland herrschen wieder Nazis? Die Kanzlerin hats doch bestätigt! Dann muß es doch so sein!

Statt sich darüber zu freuen, dass die erhobenen Vorwürfe der Ausländerverfolgung jeglicher Grundlage entbehren und damit ihre Bürger, die Bürger unserer BRD, entlastet sind, suchen Regierung und Kartellparteien geradezu fanatisch nach Beweisen um damit doch noch ihre unhaltbaren Vorwürfe aufrechterhalten zu können. Das eigene Ansehen, ohnehin ruiniert, ist ihnen wichtiger, als international über Jahrzehnte mühsam erworbenes Vertrauen und Reputation eines ganzen Volkes.

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden…“ , der Amtseid, den die Kanzlerin geleistet hat. Sie bricht ihn tagtäglich.
Karl-Eugen Kaiser

 

„Haltung zeigen“, Artikel im Wochenspiegel Offener Brief an den Redakteur
Von Karl-Eugen Kaiser 8.9.2018
Sehr geehrter Herr Desinger,
„Die Gewalt-Exzesse machen mich fassungslos. Da werden wahllos Ausländer gehetzt, Journalisten bedroht.“

Unter dem Aufmacher „Haltung zeigen“ publizieren Sie den mit diesen Sätzen beginnenden Beitrag im Wochenspiegel, der in der Tat fassungslos macht. Allerdings anders als im von Ihnen beschriebenen Sinne. Was in der Tat fassungslos macht, ist Ihr gänzliches Verschweigen der die Proteste auslösenden Gewalt-Exzesse, nicht gegen Ausländer oder Journalisten, nein, gegen Ihre, unsere eigenen Landsleute. Oder würden Sie dann nicht von „Gewalt-Exzessen“ schreiben, wenn Sie darüber berichteten, wie ein krimineller Mob bei uns „Schutzsuchender“ mit Messern drei unschuldige deutsche Männer unvorstellbar bestialisch massakriert, mit unzähligen Stichen in Bauch, Kopf und Rücken? Ein Wort über die Tat, den Tathergang, gar des Bedauerns, des Mitleids oder Ihrer Anteilnahme mit den Angehörigen der Opfer? Nichts! Nada! Fehlanzeige!
Stattdessen:

„Wir sind das Volk“, das hatten friedliche Demonstranten vor der Wiedervereinigung skandiert. Heute mißbraucht der rechte Mob im Schulterschluß mit sogenannten besorgten Bürgern diesen Satz.“
und:
„Zu diesem Volk möchte ich nicht gehören“.

Wie wir wissen, und das war auch schon vor Wochenfrist all jenen bekannt, die es wissen wollten (Ihnen sollte es bekannt gewesen sein), verliefen die Proteste seitens der Demonstranten friedlich. Nichts anderes war zu hören vom Chefredakteur der „Freien Presse“ Chemnitz, Torsten Kleditzsch, ein Kollege von Ihnen, an dem Sie sich ein Beispiel nehmen sollten, dem ermittelnden Generalstaatsanwaltschaft von Chemnitz, dem sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer, Bundesinnenminister Seehofer und, neu, dem Chef des Obersten Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen. All die Genannten bestätigen übereinstimmend: Es gab keinerlei Hetzjagden gegen Ausländer, schon gar keine, wie Sie es mit markigen Worten beschreiben „Gewalt-Exzesse“. Woher Sie diese „Fake News“ haben, darüber kein Wort in Ihrem Bericht.

Sollte Ihre Informationsquelle, und ich kann hierüber nur spekulieren, etwa ein im Netz kursierendes 19sekündiges, verwackeltes Handyvideo sein (andere „Beweise“ sind bis zur Stunde keine präsentiert worden), an dem Sie Ihre Vorwürfe festmachen? Über dieses Video ist nichts, aber auch garnichts näheres bekannt. Wer ist der Urheber? Wer sind die auf dem Video zu sehenden Personen? Es sind darauf Stimmen zu hören, von wem stammen diese? Eine Person, Mann?, läuft einer anderen Person hinterher. Na, und? Keine Gewalt, schon gar keine Gewalt-Exzesse erkennbar. War das alles? Keinerlei anderen „Beweise“ sind bis zur Stunde präsentiert worden.

Stattdessen prügeln Sie in hämischer und überheblicher Weise auf „sogenannte besorgte(n) Bürger“ ein und kübeln über diese ihre ehrabschneidenden Unwahrheiten aus, faseln von einem „rechten Mob“, der in der Masse der friedlich Demonstrierenden kaum wahrnehmbar war und, der Gipfel, entblöden sich nicht mit ihrer unsäglichen Bemerkung, zu diesem Volk nicht gehören zu wollen.

„Ich möchte in Frieden und Freiheit leben, wie die meisten Menschen.“

Das, verehrter Herr, wollen wir alle. Und genau das, in Frieden leben, ist es auch, weswegen die von Ihnen in infamer Weise beleidigten Menschen in Chemnitz zu Tausenden friedlich demonstrieren. In Frieden leben, ohne den inzwischen tagtäglich und in zunnehmendem Maße vorkommenden Messermorden, Vergewaltigungen, Raubüberfällen und sonstigen Gewalttaten Schutzsuchender schutzlos ausgeliefert zu sein. Und nebenbei – es ist auch Ihr persönlicher Frieden, für den diese Menschen auf die Straße gehen. Darüber diskutieren – gerne, auch eine andere Meinung haben, wenn es denn zur Lösung der Probleme beiträgt, die eine verantwortungslos agierende Regierung uns Bürgern aufgebürdet hat. Wer sollte/wollte sich einer derartigen Diskussion verweigern?

„Aber bei Gewalt und Hetze ist Schluß“

Sehr richtig, und das zweite gilt in besonderer Weise auch für Sie. Indes – Sie prügeln den Sack statt des Esels. Noch einmal die Frage: Wer ist es, der Gewalt ausübt in diesem Land? Sind es die „friedlichen“ Messermörder oder die „gewaltexzessiven“ besorgten Bürger mit ihrem Straßenprotest? Und, wer ist es, der Hetze betreibt? Das, sehr geehrter Herr Desinger sind Sie und Ihresgleichen. Sie sind es im Schulterschluß mit um ihr Mandat bangenden Politikern, die friedliche Bürger beschimpfen, sie als „Nazis“ und „Rechte“ stigmatisieren, als Ewiggestrige, als Abgehängte bezeichnen, ihnen Wahrnehmungsstörungen attestieren dort, wo das Offensichtliche unleugbar und klar auf der Hand liegt. Und Sie gehören zu den Tatsachenverdrehern! Ihr Artikel belegt das schonungslos. Sie und Ihre gleichgeschaltete Presse sind es, die mit ihren Un- und Halbwahrheiten die Gesellschaft spalten und die Menschen gegeneinander aufbringen. Ist es Ihnen überhaupt bewußt, was Sie damit anrichten? Oder, schlimmer, ist es Ihnen egal? In §130 StGB heißt es:“Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören (…) gegen Teile der Bevölkerung (…) zum Haß aufstachelt (…) wird mit Freiheitsstrafe von (…) bis zu fünf Jahren bestraft.“

Das gilt auch für Journalisten.

Karl-Eugen Kaiser

PS: Der Text wird auf FB und weiteren digitalen Medien öffentlich gestellt

Leserbrief an die Rhein-Zeitung:

Abgewatscht

In gleich zwei Artikeln berichten Sie in Ihrer Ausgabe vom 13.11. über die Reaktionen der Politik auf das Jahresgutachten des Sachverständigenrates. Im Beitrag Ökonomen in der Kritik zitieren Sie die Bundeskanzlerin mit der Erklärung über die Ursachen der Konjunkturflaute mit den Worten:diese seien vor allen Dingen geopolitische Herausforderungen, die Deutschland zum Teil auch sehr stark betreffen ! Welche Herausforderungen sind da gemeint? Die größere (militärische?) Verantwortung, die Deutschland laut unserem Bundespräsidenten zukünftig weltweit übernehmen soll? Ebola oder die ISIS? Bislang jedenfalls hatte das noch keine, allenfalls marginale Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur. Mit dem Begriff geopolitsche Herausforderungen umschreibt und verschleiert Frau Merkel nichts anderes, als die unheilvollen, niemandem dienenden Russland-Sanktionen, mit denen sie und ihre Regierung nicht nur die Konjunktur abwürgt, sondern darüber hinaus dem deutschen Volk und der deutschen Wirtschaft nachhaltig schweren wirtschaftlichen und möglicherweise irreparablen politischen Schaden zufügt.

Sie hat nun wohl endlich begriffen, welch verhängnisvollen Fehler die Regierung unter ihrer Führung mit dieser Entscheidung begangen hat. Zudem hat sie sich mit dem Eingeständnis der inzwischen eingetretenen Konjunkturflaute selbst widerlegt, behauptete sie doch noch vor Wochen, entgegen jeglichen gesunden Menschenverstandes, die beschlossenen Sanktionen könnten der robusten deutschen Wirtschaft nichts anhaben. Das allerdings ist Schnee von gestern und mein dummes Gerede von gestern , um es mit Konrad Adenauer zu sagen, interessiert unsere hehre Regierungschefin heute nicht mehr die Bohne. Die Wirtschaft und, wie immer, der kleine Mann werden die Folgen solch unverantwortlicher politischer Entscheidungen schmerzhaft auszubaden haben.

Im vorgenannten und im Artikel Wirtschaftsweise watschen die Koalition ab gehen Sie auf die Kritik von Frau Merkel und der SPD Generalsekretärin Fahimi am Gutachten und an den Wirtschaftsweisen ein. Zutreffenderweise müsste es heißen: Koalition watscht Wirtschaftsweise ab . Statt sich die konstruktive und sachliche Kritik der Wirtschaftwissenschaftler für ihre Regierungsarbeit zu Nutze zu machen, reagiert die Politik mit besserwisserischen Belehrungen, substanzloser Arroganz und ans beleidigende grenzender Polemik an den Gutachtern und dem Inhalt ihres Berichts.

Sie zitieren Frau Fahimi mit Äußerungen wie platte Wertungen und hanebüchen im Zusammenhang mit den Ausführungen der Sachverständigen zum Mindestlohn. Zum besseren Verständnis: Der dieses Gutachten erstellt habende Rat der Wirtschaftsweisen ist ein Gremium, dass die Aufgabe hat, die Bundesregierung in wirtschaftlichen Fragen zu beraten. Es besteht aus fünf Wirtschaftsprofessoren, allesamt international anerkannte und renommierte Fachleute auf dem Gebiet der Wirtschaft. Mit der Erstellung und der Vorlage ihres Berichtes haben sie die ihnen auferlegte Pflicht erfüllt. Entsprechend ihrer Aufgabe haben sie die gegenwärtige Situation der deutschen Wirtschaft beschrieben und auf konjunkturelle Gefahren im kommenden Jahr hingewiesen. Weiterhin sind sie auf wirtschaftspolitische Fehlentwicklungen im Lande eingegangen und haben diese
pflichtgemäß offengelegt.

Zum Dank dafür werden sie dann von Wirtschaftsanalphabeten wie Frau Merkel und Frau Fahimi abgewatscht , weil es diesen Damen nicht passt, dass die zu Recht geübte Kritik an der von ihnen zu verantwortenden fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik zutage gefördert wird.  Diese Verhaltensweise fügt sich allerdings ins großkoalitionäre Bild, das Deutschland zunehmend abgibt, indem jegliche Kritik am Regierungshandeln von den Regierenden als Majestätsbeleidigung angesehen wird und wo sich jeder gefälligst der verordneten political correctness unterzuordnen hat. Ansonsten wird er, wie das Beispiel zeigt, abgewatscht oder gar ins politische Abseits befördert.

Die Politik unserer Kanzlerin ist alternativlos . Das war und ist sie aus ihrer Sicht auch weiterhin, insbesondere bei der sogenannten dilettantisch gemanagten Eurorettung , deren Folgen uns noch alle um unser Erspartes und unsere Altersvorsorge bringen werden . Auch hierbei handelt(e) sie stets gegen den Rat aller unabhängiger Fachleute. In Wirtschafts- und Finanzfragen fleißig, wenn auch fragwürdig, assistierend stehen (standen) ihr dabei der Jurist Wolfgang Schäuble und der Pädagoge Sigmar Gabriel stramm zur Seite. Letzterer erlaubte sich gar, wegen ihm nicht genehmer Äußerungen von Prof. Dr. Werner Sinn, Leiter des weltweit renommierten Ifo Instituts, diesen als Professor Unsinn zu bezeichnen.

Nun, die sogenannte Eurorettung und mit ihr der Euro sind mittlerweile gescheitert. Um noch Schlimmeres zu verhindern, ist es an der Zeit, dass sich die dies zu verantwortenden Politiker eingestehen und endlich den Mut aufbringen, vor ihr Volk zu treten und jenem reinen Wein einzuschenken, statt es mit leeren Versprechungen und apokalyptischen Rettungsschirmen immer tiefer in die Krise zu stürzen. Nur eine radikale Kurskorrektur auf nahezu allen Politikfeldern kann unser Land wieder auf den rechten Weg bringen. Dazu jedenfalls ist die ideenlose, ignorante und bürgerfeindliche Politik unserer derzeit amtierenden Regierung weder willens noch in der Lage.

 

Karl-Eugen Kaiser

Simmertal

Und so erschien der Leserbrief in der R-Z:

Rhein-Zeitung

 

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