SATIRE Deutschland 2020: Kein Jammern der Enterbten 30. Juni 2020

Auch Enkel: Luisa Neubauer, Fridays for Future – Foto: Imago

Die politkorrekten Öko- und Weltgerechtigkeitsenkel der sogenannten Aufbaugeneration stellen vermutlich den größten Teil jener Zeitgenossen, die dem Realisten den letzten Nerv rauben. Darunter auch Frauen und Kinder. Man denke an Luisa Neubauer oder an Greta Thunberg. Ihre „umweltsäuischen“ Großeltern sollten vielleicht einmal über eine „Erbtaktik der verbrannten Erde“ nachdenken.

von Max Erdinger

Außer dafür, daß sie bei einem globalen Wettbewerb in „Schöner Denken“ gute Chancen auf die Goldmedaille hätte, kann die Generation der Rezzo Blauhaars, Luisa Neubauers und Greta Thunbergs nicht damit rechnen, jemals für irgendetwas ausgezeichnet zu werden. Nicht, daß nicht zu allen Zeiten aus der jungen Generation die idealistischsten Vorstellungen gekommen wären – das schon -, aber so verpeilt wie die heutigen jugendlichen Weltverbesserer war m.W. noch keine Generation seit den Hippies.

Die jungen Leute leben evident von Voraussetzungen, die sie selbst weder geschaffen haben, noch jemals zu erhalten in der Lage sind. Sich von Mutti im SUV zur Klimademo chauffieren zu lassen, den Kundgebungsort zu hinterlassen, als hätten Barbaren die Verpackungsfabriken des globalen Fast Foods in die Luft gesprengt – und sich dann noch über die „Dummheit“ der Großelterngeneration aufzuregen, das sieht schon sehr nach spätrömischer Dekadenz aus. Wohin die wiederum führte, ist allseits bekannt: zum Untergang des Römischen Reichs.

Ratgeber Erbangelegenheiten – Foto: Screenshot Facebook

Die alten Sünder

Die Großelterngeneration der „antirassistischen“ Weltverbesserer muß heute zur Kenntnis nehmen, daß ihre eigenen Vorstellungen von einer besseren Welt nach dem Krieg inkompatibel sind mit den zeitgeistigen Vorstellungen eines Paradieses auf Erden. Was sie geschaffen hat, ist nichts wert. Alte weiße Männer sind die Ursache allen Übels und sie sind dafür verantwortlich, daß ihre alten weißen Frauen zu Umweltsäuen geworden sind, die im Hühnerstall Motorrad fahren. Die jungen Leute leiden schwer an den Vorstellungen einer besseren Welt, wie sie sich ihre Großeltern in den Hungerjahren nach dem Krieg ausgedacht – und später verwirklicht haben. Es könnte sich zur seelischen Schonung der jungen Zartbesaiteten deshalb empfehlen, sie nicht durch Hinterlassenschaften aus einer abzulehnenden Welt zu belasten.

Machen Sie eine Erb-Checkliste

1. Die Oldtimer-Sammlung: Mercedes Flügeltürer, BMW 507 oder Jaguar E-Type sind eine einzige Beleidigung für Ihre Enkel. Denken Sie also beizeiten daran, daß Ihre antirassistischen, antisexistischen und ökosozialistischen Nachgeborenen nicht durch solch unzeitgemäßen Kram behelligt werden, oder, schlimmer noch, daß sie den wertvollen Nachlaß verhökern, um die Millionen an Fridays For Future zu spenden. Lassen Sie den alten Krempel am besten verschrotten.

2. Ihr Haus: Es ist zu groß für Ihre Enkel. Auch der Garten: viel zu groß. Lassen Sie es abreißen und verwandeln Sie den Garten in ein Biotop. Danach verschenken Sie das Grundstück an die Stadt unter der Auflage, daß es nie wieder bebaut werden darf.

3. Ihr Bargeld: Ihre Enkel halten nicht viel von Bargeld. Heben Sie es ab und verbrennen Sie es im Garten, ehe Sie das Haus abreißen lassen.

4. Gold, Schmuck, Diamanten, Kunstwerke: Solange Ihre Enkel ein Smartphone in der Hand halten, interessieren sie sich nicht für Rembrandts Nachtwache. Weil sie immer ein Smartphone in der Hand halten, interessieren sie sich nie dafür. Übermalen Sie den Rembrandt einfach mit einem Porträt von Homer Simpson. Gold, Schmuck und Diamanten verpacken Sie am besten in einem großen Umschlag, schreiben in großen Lettern „GOLD“ außen drauf und adressieren die Sendung an eine Phantasieadresse in Nigeria. Irgendjemand wird den Umschlag dann schon behalten. Hauptsache, Ihre Enkel bekommen ihn nicht. Und vergraben Sie das Silberbesteck irgendwo im Wald. Ihre Enkel essen ohnehin lieber mit den Fingern.

5. Auslandsimmobilien: Eine zu vererbende Auslandsimmobilie am Meer mit eigenem Bootsanleger und einer PS-starken Motoryacht ist schon deswegen nichts für Ihre Enkel, weil sie versucht sein könnten, ein Flugzeug zu besteigen, um sich das alles einmal anzuschauen. Fliegen ist schlecht für die Umwelt. Beauftragen Sie jemanden, die Villa niederzubrennen und die Yacht zu versenken.

Verfassen Sie einen Abschiedsbrief, wenn Sie merken, daß Ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt, schildern Sie darin, was Sie alles an wertlosen Werten haben vernichten lassen, so daß wenigstens Ihr guter Willen dokumentiert bleibt, und sichern Sie sich so ein ehrendes Angedenken in der Erinnerung Ihrer Enkel. Denken Sie daran, recyceltes Papier für den Brief zu verwenden. Ihre Enkel werden mit Sicherheit eine bessere Welt schaffen. Damit sie dereinst so richtig stolz auf sich sein können, sollten Ihre siebengescheiten Öko-Nachkommen dieselben Startchancen haben wie Sie selbst in ihren Jugendjahren – und sich völlig frei von einem belastenden Erbe alles selbst erarbeiten dürfen. Bleiben Sie kein Unmensch. Werden Sie am Ende Ihres Lebens noch mittellos und setzen Sie dadurch ein Zeichen. Verhindern Sie, daß Ihren Enkeln dasselbe Schicksal droht wie Jakob Augstein, dem SPIEGEL-Erben. Schreiben Sie noch dazu, daß Sie – auch wenn es nicht stimmt – bei Ihrem letzten Mal die Grünen oder die Die Linke gewählt haben und simulieren Sie auf diese Weise noch eine Läuterung am Ende des Lebens, auf daß Sie Gnade vor den Augen der Enterbten finden. Ist doch egal. Jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Realität. Hinterlassen Sie nichts. Ihre Enkel werden es Ihnen danken.

https://www.journalistenwatch.com/2020/06/30/deutschland2020-kein-jammern/

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